Gottesdienste
im Dom
Am Mainzer Dom werden verschiedene
Formen des Gottesdienstes gefeiert: Heilige
Messe Die
Heilige Messe besteht aus zwei Teilen, die umrahmt sind von einer Eröffnung
und einem Entlassteil: Im Zentrum des Wort-Gottes-Dienstes steht die Verkündigung
der Lesungen und des Evangeliums aus der Bibel. Im zweiten, dem eucharistischen
Teil der Messfeier, feiert die Gemeinde in Anlehnung an das letzte Abendmahl Jesu
mit seinen Jüngern den Tod und die Auferstehung Jesu Christi. Die Gläubigen
vertrauen darauf, dass Gott selbst die Gaben von Brot und Wein und die ganze Welt
wandelt und er sich in der heiligen Kommunion schenkt. Stiftsamt
Die Hauptmesse am Sonntag um 10 Uhr heißt Stiftsamt. Es wird von drei
Mitgliedern des Domstifts in Konzelebration geleitet und regelmäßig
von Chor und Orgelmusik begleitet. Werktags ist um 8.15 Stiftsmesse. Pontifikalamt
Die feierlichste Form der Heiligen Messe im Dom ist das Pontifikalamt an
hohen kirchlichen Festtagen, das der Bischof von Mainz oder ein Weihbischof gemeinsam
mit dem Domstift leiten. Chor-, Orgel- und Blasmusik sowie Fahnen- und Blumenschmuck
geben diesen Festgottesdiensten einen besonders festlichen Rahmen. An Ostern,
Weihnachten und Pfingsten empfängt das Domkapitel den Mainzer Bischof um
9.30 Uhr am Bischofsportal und geleitet ihn in einer festlichen Prozession in
den Dom. Terz
und Vesper Ähnlich
einer Klostergemeinschaft pflegt das Domstift das gemeinsame Stundengebet (Brevier).
Von den sieben (früher acht) Gebetszeiten des Tages halten die Domherren
an Sonn- und Feiertagen "Terz" und "Vesper" gemeinsam. Hierbei
werden Psalmen aus der Bibel in gesungener Form rezitiert. An Gründonnerstag,
Karfreitag und Karsamstag kommen "Matutin" und "Laudes" als
weitere gemeinsame Gebetszeiten hinzu. Vor
dem Stiftsamt versammeln sich die Domherren zur Stiftsterz (9.30 Uhr) und am Nachmittag
zur Stiftsvesper (15.00 Uhr). An besonderen Hochfesten wird das Stundengebet unter
der Leitung des Mainzer Bischofs als Pontifikalterz bzw. Pontifikalvesper gefeiert.
Jeweils am dritten Sonntag im Monat (außer im Advent und der Österlichen
Bußzeit) sowie an hohen Feiertagen wird im Rahmen der Vesper der sakramentale
Segen gespendet. Weitere
Gottesdienste Weitere Gottesdienste sind Andachten, Bußgottesdienste,
Rosenkranzgebete, besondere Gebetszeiten. Geistliche Domkonzerte, Advents- und
Fastenpredigten setzen besondere Akzente. |