| Baukunst
der Salier
Einhundert Jahre lang prägten die salischen
Kaiser und Könige das römisch-deutsche Reich.
Die Herrscherdynastie fühlte sich dem Mainzer Dom eng verbunden:
Am
8. September 1024 krönte Erzbischof Aribo im Dom Konrad II. (1024-1039) zum
König. In Anwesenheit von Konrad II. (seit 1027 Kaiser) und seinem Sohn Heinrich
III. wurde der wiederaufgebaute Willigis-Dom 1036 geweiht. Im
Mainzer Dom empfing Agnes von Poitou, die Gemahlin Heinrichs III., 1044 die Krone.
1006 wählten die
Fürsten Heinrich V. in Mainz zum König. Am 25. Juli 1110 wurde seine
Verlobte, Mathilde von England, hier zur Königin gekrönt. Die Hochzeit
des Herrscherpaares fand ebenfalls in Mainz statt am 6. Januar 1114.
Kaiser
Heinrich IV. (1056-1106) förderte den Wiederaufbau der zerstörten Kathedrale
nach dem 2. Dombrand (1081): Nach dem Vorbild des Speyerer Doms entstanden an
der Ostseite Apsis, Portale und Giebel sowie - wenig später - das monumentale
Langhaus.
Besonders kunstvoll sind die romanischen Bauplastiken lombardischer
Steinmetze an der Ostseite. Die Arbeiten wurden nach dem Tod Kaiser Heinrichs
IV. (1106) jedoch nur vereinfacht fortgeführt oder blieben unvollendet.
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