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Der Dom bildet das Zentrum
der Mainzer Altstadt am westlichen Rheinufer. Der Stadtkern liegt in einer Einbuchtung
vor dem Steilabfall des Rheinhessischen Hügellandes auf Flussaufschüttungen
und Kulturschutt. Der nach 975 n.Chr. begonnene Kirchenbau steht auf einer niedrigen
Erdterrasse nur etwa 400 Meter vom Rheinufer entfernt. Der nahe Fluss kann dem
Dom aber nur bei extremem Hochwasser gefährlich werden. Dennoch
wird die unterirdische Nassauer Kapelle des Doms immer wieder überflutet,
wenn sich starke Niederschlagsmengen von den umliegenden Abhängen des Hochplateaus
ansammeln und zum Fluss hin abfließen wollen. Keller und Tiefgaragen versperren
diesen natürlichen Ablaufweg. Durch den Rückstau steigt der Pegel unter
dem Dom und setzt die Kapelle unter Wasser. Die
Siedlungsspuren unter dem Dom reichen in die spätrömische Zeit zurück:
Die entdeckten Sigillata-Scherben, Mauerreste und Teile einer Brunnenanlage gehörten
vermutlich zu Lagerhäusern der römischen Provinzhauptstadt Moguntiacum.
Die Mainzer Bischofskirche wurde demnach nicht auf den Fundamenten einer antiken
Kultstätte errichtet. Der römische Tempelbezirk lag westlich des Domgeländes
am heutigen Gutenbergplatz. |