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Der Brand des Doms 1793, Gemälde von  Georg Schneider Quelle: Landesmuseum Mainz
 
 
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Schon gewusst...?

Zwischen 1793 und 1821 entstand das neue Bistum Mainz. Die frühere Ausdehnung des Erzbistums Mainz von der Nahe bis an die Unstrut in Thüringen schmolz auf das Gebiet des Großherzogtums Hessen-Darmstadt zusammen. Das historische Radwappen blieb erhalten.

Mainzer Rad

 
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Historische Ereignisse
Französische Revolution


Während der Französi
schen Revolution kämpften Reichstruppen unter preußischer Führung gegen die französische Besetzung von Mainz. Bei der Belagerung und Beschießung gerieten große Teile der Stadt in Brand. Die Ostgruppe, die Dächer des Langhauses und der Kreuzgang des Doms wurden am 28./29. Juni 1793 schwer beschädigt oder zerstört.

Nach dem endgültigen Zusammenbruch des Alten Reichs und des Erzbistums Mainz wehte seit 1798 erneut die französische Trikolore auf dem Westturm. Das Militär nutzte den beschädigten Dom als Lebensmittellager. Einen Wiederaufbau als Gotteshaus lehnte die französische Verwaltung zunächst ab, sogar der Abriss des Doms wurde erwogen.

Im März 1801 folgte die Versteigerung der kostbaren Inneneinrichtung. Bis auf die Denkmäler und Altäre war der Dom weitgehend leergeräumt. Das barocke Chorgestühl konnte später zurückgekauft und für den Dom gerettet werden.

Der 1802 als Bischof des neu gegründeten Bistums Mainz eingesetzte Joseph Ludwig Colmar (1802-1818) konnte 1803 in Verhandlungen mit der französischen Regierung in Paris die Rückgabe der Domkirche in kirchliche Obhut erreichen und begann mit dem Wiederaufbau. Am 15. August 1804 weihte er die Bischofskirche wieder.

Die neue Martinus-Glocke wurde 1809 aus erbeuteten preußischen Kanonen gegossen, die Napoleon I. dem Mainzer Bischof geschenkt hatte. Nach der Leipziger Völkerschlacht diente das Gotteshaus 1813 den französischen Truppen auf dem Rückzug als Lazarett. Rund 6000 Soldaten sollen hier betreut worden sein, die fast die gesamte Holzausstattung in dieser Zeit verheizten. Erst ab November 1814 konnte der Dom wieder für Gottesdienste genutzt werden. Weiterlesen

 

 

© Stiftung Hoher Dom zu Mainz, 2010-2012
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