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Baustelle
Austausch eines Sandsteins  an der Ostgruppe Quelle: Sensum Wiesbaden

Domrenovierung

Für die Bauerhaltung des Mainzer Doms ist das Bischöfliche Domkapitel verantwortlich. Zu ihrer Durchführung unterhält es eine Dombauhütte. Nachdem die in der Dombauhütte Verantwortlichen dem Domkapitel mehrmals über Bauschäden am Dom berichteten, fasste das Domkapitel 1997 den Beschluss, eine systematische Domsanierung im Außen- und Innenbereich durchzuführen.

Die Arbeiten wurden in einzelne Sanierungsabschnitte eingeteilt und eine Kostenschätzung durchgeführt. Das Ergebnis: Die Gesamtsanierung im Innen- und Außenbereich wurde mit 25 Millionen Euro (damals 50 Millionen DM) veranschlagt. Die Zeitdauer der Renovierung sollte 15 Jahre umfassen. Die Sanierung begann am 5. März 2001 mit dem Aufbau des Gerüstes am nördlichen Flankenturm der Ostgruppe.

Sanierungsplan
Bauvermessung und Schadenserfassung
Fassadensanierung
Bauforschung
Finanzierung
Dombaukommission


Sanierungsplan

Außenbereich
     
Bauabschnitt 1 Ostgruppe 2001-2005
Bauabschnitt 2 Nördlicher Obergaden  2004-2006
Bauabschnitt 3 Südlicher Obergaden  2006-2008
Bauabschnitt 4 Nördliches Querhaus 2006-2010
Bauabschnitt 5 Südliches Seitenschiff 2008-2009
Bauabschnitt 6 Westlicher Vierungsturm ab 2010
Bauabschnitt 7 Nördliches Seitenschiff ab 2011


Innenbereich
 
Projekt 1Nassauer Kapelle2000-2001
Projekt 2Glockenstuhl2000-2002
Projekt 3 Heizungsanlage2002
Projekt 4 Sakramentskapelle2006-2007
Projekt 5 Übertragungsanlage2010
Projekt 6 Ostchor: Erneuerung des Podiums und Chorgestühls2009-2010
Projekt 7  Gotthardkapelle  2009-2011
Projekt 8 Grabmal von Dompropst Georg von Schönenburgab 2009


Bauvermessung
und Schadenserfassung


Die Photogrammetrie ist ein Verfahren, mit Hilfe der Fotographie ein Gebäude zu vermessen. Durch diese Vermessung entstehen detailgenaue Pläne, die bei der Schadenskartierung dem Sanierungsmaßnahmenkatalog und der Sanierungsdokumentation Verwendung finden. Bis Januar 2010 konnten zirka 70 Prozent des Domes im Außen- und Innenbereich photogrammetrisch bearbeitet werden.


Fassadensanierung

Die Reinigung erfolgt jeweils mit Heißdampf, CO2-Trockeneis oder Glaspudermehl, je nach Empfindlichkeit der Fassadenteile. Anschließend wird die Schadenskartierung vorgenommen. In der Dombaukommission wird der Maßnahmenkatalog beschlossen. Nach Abschluss der Sanierungsarbeiten werden alle Maßnahmen dokumentiert.

Domkonservator Dr. Hans-Jürgen Kotzur hat das Farbkonzept für die Sanierungsmaßnahmen entwickelt: Der Dom stellt eine farbliche Einheit dar. Die Baugeschichte soll dennoch durch unterschiedliche Rottönungen ablesbar sein. Die Kalksteinfassaden werden farblich gefasst. Die Sandsteinpartien sind farblich nicht gefasst.


Bauforschung

Die Bauforschung wurde durchgeführt vom Fachbereich Kunstgeschichte (Johannes Gutenberg Universität, Mainz) unter Leitung von Prof. Dr. von Winterfeld in Zusammenarbeit mit Prof. Emil Hädler (Fachhochschule Mainz, Lehreinheit Architektur ) in der Jahren 1995 bis 2001. Die Ergebnisse wurden anlässlich des Domjubiläums im Jahr 2009 in einer Ausstellung präsentiert. Die Dokumentation mit dem Titel "DOMrekonstruktionen" erschien im März 2010. Seit dem Bauabschnitt 4 führt das Freie Institut für Bauforschung und Dokumentation e.V. (IBD) in Marburg die Bauforschung durch.


Finanzierung

Die Finanzierung erfolgt durch Mittel des Domkapitels und des Bistums Mainz, durch öffentliche (Bundesrepublik Deutschland, Bundesland Rheinland-Pfalz) und private Zuschüsse (Dombauverein, private Spender).
Die finanziellen Aufwendungen für die Außensanierung - zusammengestellt nach Jahren:

2001  215.000,00 Euro
2002 500.000,00 Euro
2003 490.000,00 Euro
2004 250.000,00 Euro
2005 400.000,00 Euro
2006  480.000,00 Euro
2007  615.000,00 Euro
2008 440.000,00 Euro
2009 310.000,00 Euro
2010  
2011  


Dombaukommission


Die Dombaukommission besteht aus den Mitgliedern der Bischöflichen Dotation, den Mitgliedern der Kirchlichen Denkmalpflege, einem Mitglied der Verwaltung der Bischöflichen Dotation und dem Bauleiter. Beratend nehmen ein Vertreter der Generaldirektion Kulturelles Erbe (früher Landesamt für Denkmalpflege Rheinland-Pfalz), ein Mitarbeiter der Dombauhütte, ein Mitarbeiter des Dombauamtes sowie ein Vertreter der Pressestelle des Bischöflichen Ordinariates teil.

Domdekan Prälat Heinz Heckwolf, Vorsitzender
Generalvikar Prälat Dietmar Giebelmann
Domkapitular Prälat Dr. Peter Hilger
Baudirektor Johannes Krämer
Diana Ecker M.A., Dommuseum
Finanzdirektor Eberhard von Alten
IBC Ingenieurbau Consult GmbH, Mainz: Michael Trost, Dipl.Ing., Bauleitung

Beratende Mitglieder:
Landeskonservator Dr. Joachim Glatz, Generaldirektion Kulturelles Erbe
Dipl.Betriebsw.(FH) Ursula Platte, Dombauamt
Jörg Walter, Dombauhütte
Tobias Blum, Bischöfliche Pressestelle

Stand: 2011

 

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Video

Mit Hilfe eines Hubschraubers wurden die Bauteile des Doms fotografiert und vermessen. (Bistum-Mainz.de) Mehr

Helikopter-Vermessung Quelle: Sensum Wiesbaden

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