| Baustile
Gotik (13.-15. Jahrhundert)
Zeitgleich mit der Vollendung des romanischen Doms (1239) setzte sich die
Gotik in Mainz durch. Als erstes Werk im Dom entstand um 1240 der Westlettner
des bekannten "Naumburger Meisters". Von dieser im 17. Jahrhundert abgebrochenen
Chorschranke blieben die Treppentürmchen erhalten; Fragmente des frühgotischen
Skulpturenschmucks sind im Dom- und Diözesanmuseum ausgestellt. Mit
dem Anbau von gotischen Seitenkapellen zwischen 1279 und 1319 erfolgte der erste
wesentliche Eingriff in die romanische Architektur des Doms: Die Außenwände
des Langhauses wurden durchbrochen und der Bau an der Nord- und Südseite
jeweils um eine Kapellenreihe erweitert. Aus
der formenreichen Spätgotik stammen der Kreuzgang und die anschließenden
Kapitelsäle, die unterirdische Nassauer Kapelle, das Ägidienchörlein
als Erweiterung der Memorie sowie die Memorienpforte und die Nikolauskapelle. Auch
die beiden Haupttürme wurden im gotischen Stil umgestaltet. Während
das gotische Glockengeschoss des Westturms bis heute erhalten blieb, wurde die
gotische Aufstockung des Ostturms 1870 abgebrochen und durch einen neoromanischen
Turm ersetzt. Weiterlesen |